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Welche Farben hat Corona? #stayhome

Wer kennt nicht die Mahnung: „Nicht im Gleichschritt über eine Brücke gehen… sonst, ja was sonst? — Sonst stürzt die Brücke mit Allen, die oben drauf im Gleichschritt gehen, ein!“ Es klang diese Ermahnung in Kindertagen immer wie ein Befehl und sich dies ausmalen in Gedanken, war stets ein gruseliges Unterfangen.

Und nun auf einmal werden wir alle zu dieser Gangart gebeten: im Gleichschritt #stayhome

Und so manch einer der Kreativen, der Farbfreudigen, der Maler und Malerinnen wird sich in dieser Zeit fragen: „Welche Farbe hat ( für mich) das Virus?“

„Auf keinen Fall Türkis“, rufen meine beiden älteren Enkelkinder. Denn sie lieben das Meer und das ist für Sie Türkis-Blau. „Gelb- blau mit einem warnenden Rot“, so sehen es die Fernsehsender. Eine Künstlerkollegin malte letzte Woche plötzlich hellgrau und schwarzgrau.

Und nun?

Es gibt auf einmal diese unsichtbare Bedrohung… dunkles grau… Umweltverschmutzung …. dunkles blau-grün mit Anthrazit… dieses hin und her in den Gedanken …. verrückte stürmische Wellen… die Zeit vor Corona… vielleicht Zitronengelb?…. was bedeutet das zarte Apricot?… die verlorenen Möglichkeiten?…. und die Freunde, die Familie, die fehlende Nähe… das ist das helle Himmelblau!!!

Hier das Aquarell dazu:

Seid füreinander da. Vergesst euch nicht, auch wenn ihr euch jetzt nicht in den Malkreisen und Ateliergruppen treffen könnt, malt zuhause, schickt mir eure Bilder via E-Mail oder WhatsApp! Wir sprechen drüber und bleiben in Kontakt! Ich freue mich auf euch 🍀

Atelier Liane Käs, März 2020

Windflüchter

Die Polarluft vertrieb die Müdigkeit am Morgen und mit neuem Elan trafen wir uns wieder im Atelier.

Heute waren die vom Wind geneigten Bäume an der Küste unser Thema. Hier erste Ergebnisse:

Zwischendurch Motive am Hafen einfangen und weiter ging es am Nachmittag:

Nach Sherry und Schokolade gab es neue Motivation:

Aquarell und Tinte, Atelier Liane Käs in Ahrenshoop im Oktober 2019

Das Licht einzufangen …

…in der Malerei ist gar nicht so leicht. Umgeben vom milchigen weichen Licht des milden Oktobertages, zwischen Sherry, Unmengen von Farben und Pinseln, Schokolade und Fischbrötchen, gestaltet sich die Umsetzung nicht einfacher.

(LK)

Nach der Mittagspause eine erste Bildbesprechung:

Und draußen lockte der unbändige Farbrausch der Natur:

Im Aquarell muss man sich heran tasten an die Farbgewalten… vor allem wenn es der erste Tag ist!

(Aquarelle von Kursteilnehmern)

Ahrenshoop, Oktober 2019

Wann beginnt die Dämmerung?

Wenn das Licht des Tages schwindet, ist für einen Spaziergang zwischen Tag und Nacht und Land und Meer noch genügend Zeit. Die Dämmerung beginnt, wenn die die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist.

Unmerklich schleicht sich die Nacht von Osten heran. Vielleicht beginnt die Dämmerung (am Meer zumindest), wenn die Leuchttürme angehen.

Zwischen Meer und Bodden gelegen, sind meine Teilnehmer heute in Ahrenshoop angekommen, um sich einige Tage nur der Aquarell Malerei zu widmen. Wir sind gespannt.

Atelier Liane Käs, Berlin zu Gast in der Strandhalle, Atelier der Kurverwaltung Ahrenshoop im Oktober 2019

Faszination Nordseeküste

Malerinnen sehen das Meer

Das Meer das steigt und fällt, das uns erfüllt mit seinem steten Rauschen, mit seiner mächtigen Kraft und seiner betörenden Vielfalt an Formen und Farben.

Überall ist das Meer um uns herum .. der Wind … die Wellen. Die wunderschönen Dünenlandschaften, das unvergleichliche Wattenmeer.

Die Berliner Malerinnen machen sich auf an die Nordseeküste. Sie lassen ihren Blick schweifen bis zum Horizont. Sie bekommen ihren Kopf frei, lassen die Großstadt hinter sich. Der ewige Lauf der Brandung ist eine Fundgrube für uns Maler.

Titelbild von meiner Sylter Maldame Kathrin S.

Vier Bilder im Blog Beitrag von LK

Atelier Liane Käs, September 2019

Malen mit Energie

Meistens malt zuerst der Kopf und wie viel mehr entsteht, wenn der Mittelpunkt des Bewusstseins sich in den Bauch verschiebt. Dynamik und Rhythmus, eine Synthese aus allen Eindrücken… und das lässt neue Energie frei werden.

Mit Tonwert-Übungen und/ oder monochromem Malen schafft man einen guten Einstieg. Man denkt nicht über das Objekt nach, sondern verbindet sich mit dem Wasser und der Farbe.

Mit dem Malen von Spiegelungen ist es ähnlich: die Farbe laufen lassen, ohne zu wissen wohin. Noch hat der Verstand die Vormachtstellung…

Malen ohne Absicht und Ziel, nur um des Malens willen, um hellwach zu werden für die Prozesse in der Aquarellmalerei- wer schafft es wann?

Verfeinern wir unsere Wahrnehmung, dann führt uns der kreative Prozess in vielleicht neue und unbekannte Richtungen.

Hier: die Teilnehmer des Workshops bei Boesner Leipzig zum Thema “ Spiegelungen, Licht und Kontraste im Landschaftsaquarell“.

Danke an das Team von Boesner!

Atelier Liane Käs, Mai 2019

Den Kopf voller Ideen

Konzeption … Detailreiche Zeichnungen… Naturstudien… all diese Schritte sind besonders Tage vorher notwendig für Malvorführungen und Workshops, die nicht in heimatlicher Umgebung stattfinden. Der Weg führte mich nach Leipzig und das Thema „Blumenlandschaften“ lockte eine sehr große Zahl von Interessenten zum Boesner.

Die 70 Stühle waren schnell besetzt, die Technik funktionierte und ich konnte starten.

Zuerst: dreierlei Techniken bei Blüten, hier: Heckenrosen (unfertig)

Von links nach rechts: in die getrocknete Grundierung später Blüten rein zeichnen, vorher vorzeichnen und Farbe auf das trocknen Papier fließen lassen oder nass-in-nass die Farbe setzen und mit Negativ-Malerei spielen.

Parallel zu den Heckenrosen zeigte ich in Lasurtechnik Schritt für Schritt Mohnblüten (unfertig).

In den Trocknungs-Phasen besprachen wir den richtigen Einsatz der geeigneten Pinsel, die Farben und unsere unterschiedliche Farbwahrnehmung und frischten unser Wissen über Aquarell-Papier-Qualitäten auf.

Nebenbei zeigte ich noch ein Lieblingsthema: „weiße Blüten“ ( unfertig)

Danke an das tolle Team von Boesner Leipzig und die gute Zusammenarbeit!

Atelier Liane Käs, Berlin, Mai 2019