Schlagwort-Archive: Liane Kaes

Klostersee Lehnin

Überraschend ist ein Platz frei geworden für die Studienreise in die Mark Brandenburg:

Vom 19.-24. Juni 2022 malen wir im lichtdurchfluteten Atelier oder draußen am Klostersee Plein Air in beliebiger Maltechnik, gerne auch experimentell!

Baden ausdrücklich erlaubt 😉

Wer den freien Platz einnehmen möchte, meldet sich bitte bei mir: Mobil 0151-107 31 540

Teilnehmerzahl: 10 Personen. Weitere Infos auf der Webseite unter „ Malreisen 2022“ und telefonisch bei mir: 0151-107 31540

Atelier Liane Käs, Mai 2022

Eine Sammlung- viele Perspektiven

Die neue Ausstellung im Potsdam Museum ist eröffnet und führt den Besucher durch viele Themen: Potsdam, Frauenbilder, Natur, Interieur und Gegenwartskunst. Multimedial und kreativ wird man durch die Räume geführt und mit Zitaten und Gedanken der Mitstreiter gelockt. Immer wieder gibt es Stationen zum innehalten, um tiefer in die Zusammenhänge der Bilder und Künstler einzutauchen.

Empfang zum Eröffnungswochenende

Atelier LK ist dabei, April 2022

Eine Sammlung viele Perspektiven

Kunst im Dialog von 1900 bis heute

Am 23. April 2022 eröffnet das Museum Potsdam diese neue, mehrteilige Ausstellung, der ein interessantes Projekt vorausging.

2020 im Februar war ich als Dozentin in Ahrenshoop tätig und erfuhr dort im Kunstmuseum von einer geplanten Wanderausstellung, u.a. nach Potsdam. Gezeigt werden sollte ein Großteil des Gesamtwerkes von Karl Hagemeister.

Zurück in Berlin informierte ich mich auf der Webseite des Potsdam Museums darüber und stieß auf ein weiteres spannendes Vorhaben der Museumsleitung: Demokuratie- ein Kunstwort, mit dem ausgedrückt wird, dass Museums-affine Menschen sich als Kuratoren an einer zukünftigen Ausstellung beteiligen können.

Es wurden fünf Bereiche angeboten zum Thema „Eine Sammlung- viele Perspektiven“ , in denen die Teilnehmer sich für ein Bild entscheiden konnten, welche ausgestellt werden soll.

Im Bereich „Natur“ wurde das Bild „Uferlandschaft“ von Karl Hagemeister aufgelistet, welches – siehe oben, hier schließt sich der Kreis- mir sofort auffiel. Ich formulierte mein Statement und schickte meine Teilnahme-Erklärung ab.

Ich freute mich Monate später zu erfahren, das eben dieses Bild es auch in die neue Ausstellung geschafft hat und ich wurde eingeladen, das Bild vorab mir im Original anzusehen und meine Eindrücke und Wertschätzung in einem Interview vor laufender Kamera zu wiederholen.

Hagemeister versteht es wie kein Zweiter, Licht als Farbe einzusetzen und damit unsere Emotionen anzusprechen. Außerdem schafft er es, die Bewegung der Dinge auf der Leinwand festzuhalten. Denken wir nur an seine Wellenbilder!

Die abstrakten Bereiche wechseln sich ab mit Detailarbeit und er stellt meisterlich den Sehnsuchtsraum Natur dar. Sehnen wir uns nicht alle nach der Schönheit und Strahlkraft einer intakten Natur?

Atelier LK, April 2022

Wolkenschatten

In dieser Form zum letzten Mal machen sich die Teilnehmer meiner Studienreise auf nach Ahrenshoop. Malerei am Meer, durchzogen mit den Grossthemen „Inspiration/ Skizze/ Komposition/ Malerei“…

Paul-Müller Kaempff gilt als Gründervater und prägende Persönlichkeit der Ahrenshooper Künstlerkolonie. Er entdeckte das Dorf mit seinem Kollegen, dem Tiermaler Oskar Frenzel zufällig, als beide 1889 am Hohen Ufer entlang spazierten.

Von ihm ist überliefert, wie sie überrascht und entzückt auf dieses Bild von Frieden und Einsamkeit blickten: „…Überall nur Dünen, Wald und See, nur dieses Dörfchen, dahinter nirgends mehr ein Haus. Und in der Ferne die dunkle Linie des Darß…“ Das war ein Studienplatz, wie er ihn sich immer gewünscht hatte!

130 Jahre später können wir nur noch feststellen, dass dieser Studienplatz systematisch zerstört wurde und wird und dass die Profitgier mehr zählt, als die Möglichkeit am Meer als Maler zu studieren.

Boddenlandschaft, Acryl, Liane Käs, 2020

Anlässlich des 160. Geburtstages und 80. Todestages von Paul Müller-Kaempff zeigt der Kunstkaten und das Hotel Fischerwiege die Ausstellung „Wolkenschatten“. Ansichten einer Landschaft und eines Ortes, die so nicht mehr existieren. Bilder einer anderen Zeit.

Nehmen wir Abschied von diesem einstmals bezaubernden Fleckchen Erde und nehmen Erlebnisse und Erinnerungen aus vielen schönen und besonderen Studienreisen mit!

Schließen wir nun vorerst nochmal das Tor zur Vergangenheit und freuen uns auf erste sonnige Frühlingstage am Meer, zum vorerst letzten Mal auf gemeinsames Arbeiten im Atelier „Strandhalle“ und auf gute Stunden drumherum.

Atelier LK unterwegs, März 2022

Reise-Skizzenbücher vom Biikeseminar auf Sylt

Anreise zwischen den Stürmen und Konzentration in stürmischen Zeiten auf Tradition der Biike: Verabschiedung des Alten und Hinwendung zum Neuen.

Wir begleiteten die Exkursionen, Vorträge, Konzerte und Erlebnisse mit unseren Skizzenbüchern.

Hier einige Eindrücke:

Herzlichen Dank an die Akademie am Meer für die Durchführung, allen Referenten und Vortragenden, sowie den Kollegen und Dozenten! Auf ein Wiedersehen in 2023!

Atelier Liane Käs, Februar 2022

Nun ist schon November

…eben war doch noch September. Und wir haben das genossen. Draußen malen, Füße baden, Sonne auf der Haut, Fischergeist im Bauch.

Ein Zauber: Licht am Horizont. Thema heute im Workshop.

Atelier LK, November 2021

Der Drang nach Freiheit

Immer noch bleibt uns die Möglichkeit unsere Freiheit in der Natur auszuleben. Und ein kalter Tag macht aus dem Spätsommer noch keinen Winter.

Während der Mensch Kalender und Uhr braucht zum Feststellen der Jahreszeit und der Besonderheiten im Jahresverlauf, brauchen dies die Bäume im Wald nicht. Laubbäume wissen ganz genau, wann Frühling ist und ihre Blüten und Blätter anfangen zu treiben. Doch was weckt sie aus ihrem Winterschlaf?

Lebensbaum von Ute K.

Die Wissenschaft weiß das nicht so genau. Es scheint eine Summe von Faktoren zu sein.

Spätestens wenn die Zugvögel sich auf ihren Winterzug vorbereiten, wissen wir: der Sommer ist vorbei. Die bunten Blätter jedoch inspirieren uns. Hier: aus den drei Grundfarben plus Moorlauge entstehen „Lebensbäume“.

Ebenso wie im Wald spüren wir an der Küste Freiheit und Ungebundenheit! Hier zum Nachempfinden:

Was ist mit Farbe nicht alles möglich? Und was macht die Natur nicht alles für uns möglich!

Atelier LK, Oktober 2021

Alles klar? Nein, ganz und gar nicht, …

…statt dessen: Chaos im Kopf und auf dem Aquarell-Papier. Wie lässt sich das ordnen, wie bekommen wir mehr Klarheit in dieser Maltechnik?

„Würdest du mir bitte den malerischen Weg zeigen, Schritt für Schritt, wie das geht?“

Ja, ihr braucht Farben und Pinsel, Wasser und Papier… und wir üben zuerst in vier Schritten „Alle Wetter am Himmel“.

Dann kam ein stürmischer Nachmittag. Und wir hatten Zeit über Buddhas Worte nachzudenken: „Lass trübes Wasser zur Ruhe kommen, dann wird es klar werden.“

Auf den Spuren von Canaletto

„… Er erinnerte sich, wie er fluchend zwischen hunderten von Skizzenblättern seine Veduten entworfen hatte. (…) Damals wollte er eine nach Perspektive UND Augenschein perfekte Ansicht. Das wollte und wollte aber nicht gelingen. Entweder stimmte die Perspektive, dann war der Gesamteindruck unbefriedigend oder die Details waren nach ihrer optischen Wichtigkeit genau herausgearbeitet, aber die Größenverhältnisse stimmten nicht. Er brauchte eine Weile, bis er heraus gefunden hatte, dass ab einem bestimmten Punkt künstlerische Perfektion und Genauigkeit nur durch Ungenauigkeiten zu erzielen waren. (…)“

(Aus: „Canaletto. Seine Jahre in Dresden. Ein Roman von R. Nürnberger“)

Diese obigen Canaletto- Worte begleiteten uns auf wohltuende Weise bei unseren Skizzen, Zeichnungen und Bildern.

Hier eine Auswahl am Ende der Studienwoche:

Eine wunderbare Woche mit besonderen Menschen und anregenden Gesprächen und Sternschnuppen ist beendet. Danke an Herrn Reindl vom Kunsthof Maxen und an alle Teilnehmer!

Atelier LK, August 2021

Maxen in Sachsen

Der Kunsthof im geschichtsträchtigen Ort Maxen im Müglitztal ist auch in diesem Sommer wieder Ziel der Kunstschaffenden und Maler:innen.

Unser erstes Ziel nach Theorie und Farbharmonien: „Blaues Häusl“ zu Fuß zu erreichen

Ein besonderer Ort, liebenswert erhalten und geführt in Privatbesitz. Für erste Zeichenübungen gut geeignet.

Mit der Inschrift auf deutsch und javanisch: „Ehre Gott und liebe die Menschen, 1848“

Nicht nur die kleine Moschee ist bedeutsam, auch der „bunte Marmor aus Maxen“ ist in Sachsen berühmt: Unweit des Ortes liegt der ehemalige Marmorbruch. Bei Wikipedia kann man nachlesen, wie kostbar er eingesetzt und geschätzt wurde.

Atelier Liane Käs, Maxen, August 2021