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Die Freiheit des Blicks

Die Handzeichnung erfährt heutzutage mehr und mehr Aufmerksamkeit, Skizzen und Entwürfe werden zunehmend künstlerisch wertgeschätzt.

Zeichnen und Schreiben auf gefalzten, gehefteten oder gebundenen Blättern ist seit Jahrhunderten gebräuchlich. Es ist eine eigene Ideensammlung, ein Journal der Erinnerung.

Wunderschön gestaltetes Leporello

Schnell festgehaltene Impressionen, die direkt vor Ort festgehalten werden, Gedanken und notierte Erlebnisse können später ein reicher Fundus des Besitzers sein.

Die von Regentropfen übersäten Landschaftsaquarelle von William Turner sind ebenso berühmt, wie die akribischen Naturzeichnungen in den kleinen Büchern von Casper David Friedrich.

Skizzenbücher sind kostbar und bewahren den sehr privaten, künstlerischen Blick. Nichts davon muss gezeigt werden, denn sie reflektieren lediglich die eigenen frischen und flüchtigen Momentaufnahmen.

Das Skizzenbuch ist ein treuer Begleiter und kann stets griffbereit sein. Soll es im Atelier für Farbproben dienen? Oder unterwegs auf einer Reise gefüllt werden?

Skizzenbücher gibt es in vielen Formaten und mit oder ohne Spiralbindung. Das Papier verdient ein besonderes Augenmerk und sollte nach der persönlichen Arbeitsweise ausgewählt werden. Wer leichte Bleistiftskizzen anfertigt, braucht anderes Papier als einer, der mit Tuschestiften zeichnet. Wer aquarellieren möchte, wird gutes Aquarellpapier auswählen.

Danke an euch, ihr kreativen, fleißigen und herzlichen Teilnehmer dieser schönen Studienreise „Mehr Meer“! Wieder mal hat es sich gezeigt, wie schön es ist, mehrere Tage am Stück kreativ zu sein, wunderbar.

Atelier LK unterwegs, März 2024

Auf den Spuren von Canaletto

„… Er erinnerte sich, wie er fluchend zwischen hunderten von Skizzenblättern seine Veduten entworfen hatte. (…) Damals wollte er eine nach Perspektive UND Augenschein perfekte Ansicht. Das wollte und wollte aber nicht gelingen. Entweder stimmte die Perspektive, dann war der Gesamteindruck unbefriedigend oder die Details waren nach ihrer optischen Wichtigkeit genau herausgearbeitet, aber die Größenverhältnisse stimmten nicht. Er brauchte eine Weile, bis er heraus gefunden hatte, dass ab einem bestimmten Punkt künstlerische Perfektion und Genauigkeit nur durch Ungenauigkeiten zu erzielen waren. (…)“

(Aus: „Canaletto. Seine Jahre in Dresden. Ein Roman von R. Nürnberger“)

Diese obigen Canaletto- Worte begleiteten uns auf wohltuende Weise bei unseren Skizzen, Zeichnungen und Bildern.

Hier eine Auswahl am Ende der Studienwoche:

Eine wunderbare Woche mit besonderen Menschen und anregenden Gesprächen und Sternschnuppen ist beendet. Danke an Herrn Reindl vom Kunsthof Maxen und an alle Teilnehmer!

Atelier LK, August 2021