Mit und nach der wunderbaren Lektüre von „Zauber der Stille“ von Florian Illies war ich auf den Spuren von Casper David Friedrich unterwegs.

Nachdem zuvor ein ganzer Kurs meiner Malschule sich mit dem Zyklus der 4 Elemente malerisch beschäftigt haben, passte die Aufbau dieses Buches ins Geschehen. Nicht nur Casper beschäftigte sich mit den Fragen: „Wer bin ich?“ „Was treibt mich an?“ „ Was fühle ich?“
Da war es eine logische Konsequenz, sich zur ersten großen Ausstellung zu seinem 250. Geburtstag nach Hamburg aufzumachen und seine „Kunst für eine neue Zeit“ anzuschauen.


Die Hamburger Kunsthalle präsentiert über 60 Gemälde und rund 100 Zeichnungen, darunter zahlreiche ikonische Schlüsselwerke. Damit bietet die Ausstellung das umfangreichste Panorama seiner Kunst.




Beim Selbstbildnis laufen ihm vielleicht die Farben von der Palette; doch im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Mensch und Natur. Eine Landschaft war zu seiner Zeit noch keine eigenständige Gattung!
Doch er bedrängt uns fast mit seinen Emotionen auf seinen Werken, seien es die grandiosen Darstellungen von Himmel und Wolken, von Licht und Schatten, aber auch der feingliedrigen und detaillierten landschaftlichen Wiedergabe.




Auch wenn sich viele Gegenwartskünstler intensiv mit den Sujets von CDF auseinandergesetzt haben…. so kann ihm höchstens die neuzeitliche Fotografie das Wasser reichen.




Er (der Mensch) maßt sich an, alles zu wissen, alles zu verstehen, enträtseln und beherrschen zu wollen. Das „unerforschliche Jenseits“ entziehe sich jedoch „ solch eitlem Dünkel“. Im Zentrum dieses Bildes steht demnach für ihn, „ was heilige Ahnung nur ist“ und „nur im Glauben gesehen und erkannt“ werden kann.
Alles gipfelt in der Frage: Wer kennt die Sehnsucht? Ausstellung in Hamburg bis 1. April 2024

Atelier LK unterwegs, Januar 2024
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