Lieblingsmotiv: Welle

Die Augen schweifen über die brüllenden Wellen, das Grau am Horizont hat noch eine helle Note. Dieser immerwährende Rhythmus, dieses Auf und Ab, dieses Wellenspiel.

Der eigene Blick auf das Meer ist höchst unterschiedlich und die Wahrnehmung überhöht, romantisiert. Warum die Welle malen? Die einzige, große, die perfekte Welle?

Weil ich das Meer bei mir haben will. Ich will es mitnehmen, bewahren. Die positive Kraft, die Energie des Meeres möchte ich mitnehmen. Dahin mitnehmen, wo ich herkomme. In mein Zuhause, das nicht am Meer liegt.

Die Welle läuft an, nimmt Schwung, bäumt sich auf, kräuselt sich, überschlägt sich, macht sich einen Moment lang ganz wichtig, und dann…. läuft sie aus, noch ein bisschen Schaum, Weißwasser-Linien … vorbei. Ist das ein Leben?

All das passt nicht in ein Bild. Ich habe Grenzen, das Papier, die Leinwand. Ich darf die Perspektive wechseln, erstmal die Farben des Meeres mischen.

Manchmal muss ich die Reißleine ziehen, das Meer anschauen, beobachten, fühlen, … das mag mitunter reichen. Und zuhören dem Meer und der rauschenden Gewalt der Wellenbrecher.

Teilnehmer:innen-Bilder der Sommerakademie der Akademie am Meer, Juli 2023

LK unterwegs, Sylt Juli 2023


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